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3. Kongress der Forums Operative Gynäkologie e.v. (FOG)
Berlin, Hotel Intercontinental, 13. bis 15. Dezember 2007
Brust- und Genitalchirurgie als Beispiel …
Ästhetische und plastische Operationen
in der Verantwortung von Frauenärztenie
Pressedienst von Prof. P. Schmidt-Rhode, Hamburg
In Deutschland darf nahezu jeder Arzt "Schönheitsoperationen"
ausführen. Neben der Arbeit von sehr kompetenten Fachärzten
für plastisch-rekonstruktive und/oder ästhetisch-kosmetische
Chirurgie gibt es unbestreitbar auch Eingriffe mit zumindest zweifelhaften
Erfolgen. Um in der Frauenheilkunde eine hohe Qualität zu gewährleisten,
wurde vor über 20 Jahren die Arbeitsgemeinschaft ästhetische,
plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie
(AWOgyn) gegründet. Durch intensive Aus- und Weiterbildung junger
Ärzte, zunehmende fachliche Spezialisierung sowie verfeinerte OP-Techniken
wurden viele Verbesserungen der Lebensqualität und bei bestimmten
Krankheit eine Senkung der Sterblichkeit erreicht.
Ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationen in der
Gynäkologie betreffen die Bereiche Brust, Achselhöhle, Bauchdecke,
äußeres und inneres Genitale sowie die Gesäß- und
Oberschenkelregion. Patientinnen können sich auf der Webside der
AWOgyn (siehe unten) über die einzelnen Operationen informieren.
Neben der Heilung von Grunderkrankungen sind gute funktionell-anatomische
und kosmetische Ergebnisse Hauptziel der Eingriffe. Im Mittelpunkt stehen
die Erhaltung der Organfunktionen sowie der Form.
Auf dem Gebiet der Genitalchirurgie wurde schon in den siebziger
und achtziger Jahren durch Integration plastisch-chirurgischer Techniken
das operative Repertoire der Gynäkologie erweitert. Das Know-how
dazu haben operativ tätige Frauenärzte durch fachübergreifende
Zusammenarbeit sowie durch Auslandsaufenthalte erworben.
Eine große Rolle spielt ferner die heute sehr viel differenziertere
Brustchirurgie. War früher die Entfernung der Brust die Standardoperation
beim Mammakarzinom, so setzten sich mehr und mehr brusterhaltende Operationen
(BET) als Behandlung der Wahl durch. Dazu war es notwendig, die für
die jeweilige Patientin bestmögliche Operationsmethode genau auf
die Diagnostik und Stadieneinteilung abzustimmen und ästhetische
Gesichtspunkte – entsprechend den Wünschen der Frauen –
mehr zu berücksichtigen. Auch die Vor- und Nachbehandlung (etwa Chemotherapie)
spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle.Begleitet von der genau
zu diesem Zweck gegründeten AWOgyn hat das persönliche Engagement
vieler operativ tätiger Frauenärzte zu einer flächendeckenden
chirurgischen Versorgung mit gynäkologischen Brustoperateuren geführt.
Auf der Basis eines von der AWOgyn erarbeiteten LOG-Buches (Leistungs-
und Qualitätsnachweis in der Brustchirurgie) wurden 2005 von der
Arbeitsgemeinschaft 50 operativ tätige Gynäkologen mit der Bezeichnung
"Brustoperateur" ausgezeichnet. Damit wurde nicht nur ein Grundstein
für eine zertifizierbare Spezialisierung innerhalb des Faches gelegt,
sondern auch ein spezieller Ausbildungsgang angeschoben. Die AWOgyn erarbeitet
derzeit gemeinsam mit den Fachgesellschaften der plastischen Chirurgen
ein einheitliches und gemeinsames Ausbildungsforum für den Bereich
der Brustchirurgie.
Auf dem FOG-Kongress wird unter anderem die Verwendung von Fremdmaterialien
zum Brustwiederaufbau und zu Vergrößerungsoperationen der Brust
diskutiert. Dieser Problematik trägt die AWOgyn schon seit Jahren
durch ihr eigenes nationales Implantatregister Rechnung. Ein besonders
wichtiges Thema sind ferner die Komplikationsvermeidung, sowie
das Management von Komplikationen. Als internationale Gäste wurden
die Professoren Desmond Fernandez und Donald Hudson aus Kapstadt (Südafrika)
eingeladen. Fernandez hat unter der Bezeichnung "Younger Skin"
(Jüngere Haut) eine Behandlungsmethode entwickelt, die durch Intensivierung
körpereigener Kollagenbindung zur Straffung der Haut führt
und damit Faltenbildung beseitigt oder im Vorfeld verhindert. Die Methode
ist am gesamten Körper einsetzbar und wird von ihm auf dem Kongress
für den Bereich des Gesichtes und des Bauches demonstriert. Damit
könnte die Basis für die Integration einer weiteren ästhetischen
Behandlungsmethode in die Gynäkologie geschaffen werden. Don Hudson,
Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie der Universitätskliniken
Kapstadt, wird über operative Erfahrungen bei Bauchdeckenstraffungen
sprechen sowie die Indikationen für das gestielte oder freie Bauchfetttransplantat
zur Brustrekonstruktion. Im Rahmen der an den Tagungsort übertragenen
Live-Operationen wird Hudson ferner zusammen mit deutschen Kolleginnen
und Kollegen eine sehr aufwendigen Brustrekonstruktion demonstrieren.
Die Verknüpfung praktischer Tätigkeit mit theoretischer Fortbildung
bietet die Gewähr, auch künftig die Tätigkeitsfelder, die
durch die AWOgyn repräsentiert werden, zum Wohle der Patientinnen
auf hohem Niveau und qualitätsgesichert anbieten und immer
wieder verbessern zu können.
Ansprechpartner:
Prof. Dr.med. Peter Schmidt-Rhode
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft
Ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren
in der Gynäkologie
Geschäftstelle der AWOgyn:
Rübenkamp 124,Hs 24, 22291 Hamburg
Tel: 040/6391-9290; Fax: -92929
Mail
Webseite AWOgyn
Fragen zum FOG-Kongress 2007:
Pressestelle
MWM-Vermittlung
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: (030) 803 96-86; Fax: -87
MAIL
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