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Krebsfrüherkennung mit Ultraschall Schnelle Diagnostik bei Lebertumoren
Pressetext von PD Dr. Deike Strobel, Erlangen
Der Ultraschall ist das am meisten angewandte Verfahren in der bildgebenden
Leberdiagnostik. Dies liegt an einer Reihe von Vorteilen gegenüber anderen
Schnittbildverfahren, unter anderem: nahezu uneingeschränkte Verfügbarkeit,
niedrige Kosten, fehlende Strahlenbelastung und gute Akzeptanz bei den
Patienten.
Die Sonographie steht nach dem Gespräch mit dem Arzt und der körperlichen
Untersuchung am Anfang der Diagnostik. Zufällig entdeckte Geschwülste
in der Leber führen oft zu einer Kaskade teurer bildgebender Verfahren
wie etwa Computertomographie, Kernspintomographie oder Positronenemissionstomographie
und nicht selten zu einer erheblichen Verunsicherung und psychischen Belastung
des Patienten. Bei unterschiedlichen oder unklaren Befunden der Röntgenuntersuchungen
muss letztlich invasiv eine Gewebeentnahme erfolgen.
Eine schnelle und korrekte Einschätzung bei der Ultraschalluntersuchung,
ob es sich um eine gutartige oder bösartige Leberveränderung handelt,
ist in Zeiten knapper Geldmittel besonders wichtig.
Durch den Einsatz von Kontrastmitteln im Ultraschall ist eine bessere
Differenzierung von Lebertumoren als im normalen Ultraschall möglich.
Über 90 Prozent aller Lebertumoren können mit der Methode des "kontrastmittelverstärkten
Ultraschalls" sicher in gutartig oder bösartig unterschieden werden. Bei
gutartigen Lebertumoren ist eine genaue Diagnose bei den häufigen Blutschwämmen
und den umschriebenen knotigen Hyperplasien (Gewebsvermehrung) auch ohne
Gewebeentnahme möglich.
Der Kontrastmittelultraschall ist allerdings noch nicht in allen Ultraschallabteilungen
zum diagnostischen Standard im klinischen Alltag geworden ein modernes
Ultraschallequipment ("high-end-Gerät") und eine spezielle Ausbildung
der im Ultraschall tätigen Ärzte sind erforderlich.
Ansprechpartnerin:
PD Dr. Deike Strobel
Medizinische Klinik I der Universität Erlangen
FAU Erlangen
Ulmenweg 18, 91054 Erlangen
E-MAIL
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