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13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, Fulda,
3. bis 5.11.05
Mediendienst
Fulda, 5.6.05 Prof. Dr.med. Cornel Sieber, Chef der Medizinischen
Klinik 2 im Klinikum Nürnberg Nord sowie Leiter des Instituts für Biomedizin
des Alterns der Universität Erlangen-Nürnberg, ist zum Präsidenten der
Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) gewählt worden. Sieber tritt
die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Gerald Kolb (Lingen/Ems) an.
Die Geriatrie ist die fachübergreifende Medizin für alternde und alte
Menschen, die häufig gleichzeitig verschiedene Krankheiten haben.
Jedes zweite Mädchen, das heute geboren wird, hat große Chancen, hundert
Jahre und älter zu werden.
Aber nicht nur wegen der demographischen Entwicklung ist die Altersmedizin
die "Medizin der Zukunft", hieß es beim Jahreskongress der DGG, der am
Samstag zu Ende ging.
Die Versorgung älterer und alter Patienten sei eine meist sehr befriedigende
ärztliche Tätigkeit, in der Geriatrie gebe es ständig neue Forschungsergebnisse
und für junge Ärztinnen und Ärzte sei die Entscheidung für die Geriatrie
eine mit "lebenslanger Stellengarantie".
Allerdings gelte es, weiter für die Patienten zu kämpfen. Denn ältere
und alte Menschen würden oft unzureichend behandelt, obwohl die Heilungschancen
sehr viel besser sei, als auch von Ärzten oft angenommen. Als Beispiel
wurde die Vorbeugung und Behandlung von Krebsleiden genannt.
Prof. Sieber verwies in Fulda unter anderem auf ethische Fragen wie
etwa die Entscheidung, ob und wie lange am Lebensende künstliche Ernährung
vorgenommen werden soll. Diese Entscheidung könnten Ärzte nicht alleine
treffen. Er ermutigte dazu, neben einem "Patiententestament" vor allem
auch eine Betreuungsvollmacht zu verfassen.
Weitere Themen des Kongresses mit gut 500 Teilnehmern waren unter anderem
Demenzen und Schwindel im Alter.
Die Jahrestagungen der DGG finden künftig gemeinsam mit der Österreichischen
Geriatriegesellschaft statt, erstmals im November 2006 in Berlin.
PRESSE-Kontakt:
MWM-Vermittlung
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Tel.: (030) 803 96 86, Fax: -87
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