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13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, Fulda,
3. bis 5.11.05
"Das ist halt im Alter so" ein folgenschwerer Irrtum
Schwindel muss nicht einfach hingenommen werden
handout von Prof. Ingo Füsgen
Sich "unsicher auf den Beinen" fühlen das kennen ungefähr zwei Drittel
aller alten Menschen. Schwindel beeinträchtigt massiv die Lebensqualität.
"Das ist halt so im Alter" dies darf wahrlich nicht die Devise
sein und muss es auch nicht.
Folgen dieses Symptoms sind Isolation, Rückzug, Depression und
nicht zuletzt Stürze mit all ihren Konsequenzen. Hinter dem Symptom
Schwindel kann sich eine ganze Reihe von Schwindel auslösenden Krankheiten
verbergen, weshalb hier eine differenzierte, auf den alten Patienten ausgerichtete
Diagnostik notwendig ist. Anders als bei uns wird in angelsächsischen
Ländern zwischen "Vertigo" (lateinisch für "Drehen",
"Kreisen", was am ehesten unserem Wort "Schwindel"
entspricht) und Dizziness (Verwirrtheit) genau unterschieden. Dazu können
zum Beispiel auch Schwierigkeiten bei der räumlichen Orientierung
gehören. Zu den Risikofaktoren für Schwindel zählen die
Einnahme mehrerer Medikamente, vorausgegangener Herzinfarkt, Innenohr-Erkrankungen,
aber auch Depressionen, wie sie im Alter häufig vorkommen (und leider
oft unzureichend behandelt werden). In rund der Hälfte der Fälle
lässt sich die Ursache eindeutig klären und somit die
Krankheit auch oft behandeln, etwa durch Beseitigung des Grundleidens.
Andererseits heißt das leider auch, dass bei der anderen Hälfte der
Patienten keine für die Therapie weiter führende Diagnose gestellt werden.
So wird das "Symptom Schwindel" zu einer Einbahnstraße ins Pflegeheim.
Ärzte sollten Schwindelgefühle mit unklarer Ursache nicht einfach hinnehmen.
Eine Möglichkeit ist die Überweisung zu einem Spezialisten.
Erkenntnisse und Untersuchungen zum erfolgreichen Umgang mit diesem
Krankheitsbild liegen vor, wir müssen sie nur aufgreifen. So kann
oft ein spezielles zweiwöchiges, geistiges und körperliches
Training, eventuell in Kombination mit bestimmten Medikamenten helfen,
und zwar auch beim ungeklärten Schwindel. Bei dem Arzneimittel, das
in diesem Fall gegeben wird, handelt es sich um altbekanntes Medikament
gegen Übelkeit und Reisekrankheit.
Ansprechpartner:
Prof. Dr.med. Ingo Füsgen
Kliniken St. Antonius, Geriatrie
Carnaper Straße 60
42283 Wuppertal
Mail
PRESSE-Kontakt:
MWM-Vermittlung
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: (030) 803 96 86, Fax: -87
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