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56. Kongress der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Berlin, ICC, 19. bis 22. September 2006

Leitlinen Brustkrebs: Krankheit vermeiden, Sterblichkeit senken
Presse-Unterlage von Prof. Rolf KREIENBERG, Ulm

Mit geschätzten 47.500 Fällen pro Jahr ist die Zahl der an Brustkrebs erkrankten Frauen unverändert hoch, aber immer weniger leiden unter der Behandlung oder müssen daran sterben (www.rki.de). Seit 1997 ist die Brustkrebssterblichkeit in allen Bundesländern und in allen Altersgruppen rückläufig.
Dies ist vor allem auf die Anwendung der Brustkrebsfrüherkennung und von Behandlungsstandards zurück zu führen. Die Anwendung von Leitlinien in der Gynäkologie verbessert nachhaltig die Versorgung unserer Patientinnen. Dazu gehört beim Brustkrebs entscheidend die Krebsvorsorge, denn je kleiner das Stadium des Tumors ist, in dem der Krebs entdeckt und operiert wird, um so größer sind die Chancen, dass die Frauen nicht an dem Krebs sterben müssen und wir Brust erhaltend behandeln können. Auch die Aggressivität zum Beispiel der Chemotherapie und von Strahlentherapie ist in früheren Stadien geringer.
Leitlinien in der Medizin sind Behandlungsempfehlungen der Fachgesellschaften, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauen und diese in praktische Handlungsanweisungen umsetzen. Dass Leitlinien von Patientinnen verstanden und teilweise auch mit erarbeitet werden, ist dabei besonders wichtig. Eine Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn die Wünsche der Patientinnen in das Behandlungskonzept aufgenommen werden und eine Entscheidung gemeinsam getroffen und verfolgt wird – entsprechend dem Motto des diesjährigen Kongresses: "Frauen – Medizin – Kommunikation".
Angesichts der Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen und zur Anwendung von Leitlinien haben sich in Deutschland Spezialzentren entwickelt, die mit der Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)und der Deutschen Gesellschaft für Senologie(Dt.Ges.Senologie) genau festgelegten Qualitäts- und Dokumentationsstandards unterliegen.
Bisher sind Leitlinien nicht rechtsverbindlich, jedoch werden die Kenntnisse der Leitlinien zunehmend in Gutachterentscheidungen einbezogen.
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Eine ausführliche Presseunterlage von Prof. Kreienberg zu diesem Thema steht auf Anfrage zur Verfügung.
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Ansprechpartner:
Prof. Dr.med. Rolf Kreienberg
Leitlinienbeauftragter der DGGG
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie
Prittwitzstraße 43, 89075 Ulm
0731/500 27-601; Fax: -602
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