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57. Kongress der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe
Hamburg (CCH) 16. bis 19. September 2008
Kompetenz bündeln gegen Krebserkrankungen der Frau
Zertifizierung der ersten zehn Gynäkologischen Krebszentren
Im Rahmen des 57. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe erhalten die ersten zehn Zentren das
Gütesiegel Gynäkologisches Krebszentrum für die
Behandlung der verschiedenen Genitalkrebsarten.
Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO)
hatte in Kooperation mit anderen Arbeitsgemeinschaften der Deutschen Krebsgesellschaft
(DKG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
(DGGG) im Vorfeld in einer interdisziplinär getragenen Entwicklung
zum Evaluierungsprozess einen Kriterienkatalog für die Behandlung
von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen erarbeitet. In dem
Kriterienkatalog sind die fachlichen Anforderungen an die Kliniken zusammen
gefasst, die die Grundlage der Zertifizierung bilden. Nur wenn eine Klinik
die Anforderung erfüllt, erhält sie auch das Gütesiegel.
Parallel dazu müssen die Gynäkologischen Krebszentren bei der
Begehung durch die unabhängigen Gutachter auch das Vorhandensein
eines anerkannten Qualitätsmanagementsystems nachweisen.Die interdisziplinäre
Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete in den Zentren ist von zentraler
Bedeutung. Nur so kann eine umfassende Versorgung von Tumorpatientinnen
nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und auch sozialen und psychologischen
Aspekten gewährleistet werden.
"Mit der Zertifizierung der ersten zehn Gynäkologischen
Krebszentren verfolgt die Deutsche Krebsgesellschaft weiter konsequent
die Etablierung von onkologischen Schwerpunktzentren. Ein weiterer Meilenstein
bei der Qualitätssicherung in der Krebsmedizin ist gelegt. Nach Brust-,
Darm- und Prostatakrebszentren sind die Gynäkologischen Krebszentren
ein wichtiger Schritt hin zur umfassenden und fachübergreifenden
Betreuung von Patientinnen mit verschiedenen Genitalkrebsformen in Deutschland",
erläuterte Professor Dr. Matthias W. Beckmann, Vorsitzender der Zertifizierungskommission
und Sprecher der AGO.
In Deutschland erkranken rund jährlich rund 6.190 Frauen an Gebärmutterhalskrebs,
11.700 an Krebs des Gebärmutterkörpers und 9.660 an Eierstockkrebs.
Insgesamt sterben pro Jahr 9.700 Frauen an Krebserkrankungen des Genitalbereiches.
Den damit gestiegenen Anforderungen an die Qualitätsstandards in
der Diagnostik und der Therapie von Genitalkarzinomen wird mit der Etablierung
der Gynäkologischen Krebszentren nun Rechnung getragen. "Wir
hoffen damit Transparenz in die Versorgungsqualität zu bekommen,
wie wir es bei den zertifizierten Brustzentren in den letzten Jahren erreicht
haben", erklärte Professor Walter Jonat, Präsident
der DGGG.
Die ersten zehn zertifizierten Zentren befinden sich in folgenden Kliniken:
• Universitätsklinikum Erlangen
• Caritas-Krankenhaus
St. Josef Regensburg
• Universitätsklinikum Essen
• Universitätsklinikum der Georg-August-Universität Göttingen
• Universitätsklinikum Schleswig-Holstein-Campus Kiel
• Universitätsklinikum Köln
• Universitätsklinikum Tübingen
• Universitätsklinikum Ulm
• Dr. Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden
• Kaiserswerther Diakonie,
Düsseldorf
Ansprechpartner:
Prof. Dr.med. Matthias W. Beckmann
Universitätsklinikum Erlangen, Frauenklinik
Universitätsstraße 21-23, 91054 Erlangen
Tel.: 09131/853-3451; Fax: -3456
Mail
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Medienkontakt:
MWM-Vermittlung
Pressestelle DGGG-Kongress 2008
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: (030) 803 96-86; Fax: -87
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