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91. Jahrestagung d. Deutschen Gesellschaft f. Pathologie, Magdeburg,
30.5.-2.6.07
mit PRESSEKONFERENZ in BERLIN, 29. Mai 2007
Pressedienst 31. 5. 2007
Ehrenmitgliedschaft und Doktorwürde für australischen Nobelpreisträger
/ Rudolf-Virchow-Preis / Neue Vorsitzende
* Nobelpreisträger Dr. Robin Warren aus Perth/Australien
wurde im Rahmen der 91. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Pathologie (DGP) in Magdeburg vom 30.5. bis zum 2.6.07 zum Ehrenmitglied
ernannt. Ferner erhielt Warren die Ehrendoktorwürde
der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg.
Jahrelang wurde die Entdeckung des australischen Pathologen Robin Warren
von etablierten Medizinern belächelt oder sogar als "Unsinn"
bezeichnet. Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte
Warren heraus gefunden, dass ein Bakterium mit Namen Helicobacter pylori
die häufigste Form der Magenschleimhautentzündung verursacht
und dass diese Infektion auch die häufigste Ursache von Geschwüren
im Magen und Zwölffingerdarm sowie von häufigen Magenkrebsarten
ist. Dies "konnte nicht sein", denn es widersprach alten Dogmen.
Diese Entdeckung hat zu einer unglaublichen positiven Revolution in der
Medizin geführt hat. Das bis dahin als unheilbar geltende chronische
und immer wieder auftretende Magengeschwür ist nun auf Dauer heilbar,
Operationen und eine Antisäure-Dauertherapie sind überflüssig
geworden; auch zahlreiche Magenkrebs-Fälle werden so vermieden. Dafür
hat Robin Warren zusammen mit Barry Marshall am 10. Dezember 2005 den
Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhalten.
* Dr. Martin Anlauf (Univ. Kiel) und Prof.
Aurel Perren (TU München) erhielten während
der DGP-Jahrestagung in Magdeburg den mit 3.000 Euro dotierten Rudolf-Virchow-Preis
der DGP. Die Auszeichnung wurde verliehen für ihre in international
führenden Zeitschriften veröffentliche Studien über Tumore
im Magen- und Darmtrakt. Perren und Anlauf haben Veränderungen gefunden,
die Vorläufer von endokrinen (Hormon-ausschüttenden) Krebsarten
sind und die zusätzlich Störungen des Hormonsystem zur Folge
haben. Durch die Arbeiten der beiden Preisträger tut sich die Möglichkeit
einer Früherkennung und rechtzeitigen Behandlung auf.
* Prof. Gottfried Geiler, Institut für Pathologie der
Universität Leipzig, erhielt die Rudolf-Virchow-Medaille
der DGP. Die hohe Auszeichnung wird nur alle 2 Jahre an besonders verdienstvolle
Pathologen verliehen.
Der Namensgeber der Auszeichnungen, der berühmte Berliner Arzt Rudolf
Virchow (1821-1902), Begründer u.a. der Zellularpathologie und der
Vergleichenden Pathologie, war Gründer der Deutschen Gesellschaft
für Pathologie.
* Prof. Dr.med. Manfred Dietel, Leiter des Instituts für
Pathologie an der Charité Berlin (Campus Mitte),
ist neuer Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
für die Amtszeit 2008.
* Prof. Dontscho Kerjaschki vom Allgemeinen Krankenhaus
Wien wurde bei der diesjährigen DGP-Tagung in Magdeburg
zum Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Pathologie für
die folgende Amtszeit 2009 gewählt.
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erbeten an:
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Tel.: (+49)030/803 96-86; Fax: -87
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