AKTUELLE MITTEILUNGEN
STARTSEITE
JUSTIN WESTHOFF
ANDREA WESTHOFF
MWM-VERMITTLUNG
PROJEKTE + REFERENZEN
KOOPS + LINKS

 

Orientation of the mental health care system towards the needs oft people with migration background

Homepage des Projektes
Am 12./13. Oktober 2012 findet in Berlin die Abschlusskonferenz des Projektes statt.
ABSCHLIEßENDER PRESSEDIENST (PDF)
Charité Campus Mitte, Bettenhochhaus, Hufeland-Hörsaal (2. Ebene) Luisenstraße 64, 10117

Zu der Frage, ob Menschen in Deutschland, die einen Migrationshintergrund haben, häufiger an psychischen Störungen leiden, gab es bislang nur unzureichende Erkenntnisse. Im von der VW-Stiftung geförderten Forschungsprojekt SeGeMi wurden nun solche Daten erstmals erhoben. Kurz gefasst ergibt sich daraus:
° Erstmals konnte in Deutschland eine ausreichend große Zahl von klinischen Interviews mit Menschen mit türkischem Migrationshintergrund geführt werden. Die Ergebnisse werden bei der Abschlusskonferenz vorgestellt.
° Unterschiede im Krankheitsverständnis je nach Migrations- und Bildungshintergrund können verant- wortlich sein für eine geringere Inanspruchnahme von Versorgungseinrichtungen beziehungsweise für Kommunikationsprobleme in Versorgungssituationen. Ein weiteres Hemmnis bei der Versorgung liegt im Fehlen muttersprachlicher Angebote.
° Die allseits geforderte "interkulturelle Öffnung" von sozialen und gesundheitlichen Versorgungs- einrichtungen wird bisher nicht überall umgesetzt. Neben strukturellen Barrieren (etwa zu geringer personeller Spielraum) liegt einer der Gründe darin, dass die Übernahme der Kosten für Dolmetscher nicht geregelt ist.
° Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen psychosozialer Einrichtungen äußern den Bedarf an interkulturellem Training. Ein entsprechendes Curriculum wurden im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt und evaluiert.
Grußworte: Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, Berlin

Für MedienvertreterInnen besteht die Möglichkeit, bei der Tagung Gespräche mit den Projektverantwortlichen Prof. Uwe Koch-Gromus (UKE) und Prof. Andreas Heinz (Charité) zu führen (siehe Rückläufer).
Rückläufer Presse (PDF)
Programm

Für Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund ist der Zugang zu unserem Gesundheitssystem oft erschwert. Ursachen sind unter anderem sprachliche Hürden und kulturelle Unterschiede im Krankheitsverständnis. Ganz besonders gilt dies für psychische und psychiatrische Erkrankungen. Migrantinnen und Migranten weisen besonders oft seelische Leiden auf, und gerade Ihnen wird oft nicht ausreichend geholfen.
Das von der VW-Stiftung unterstützte Projekt (Laufzeit: 2009 bis 2012) untersucht diese Zusammenhänge genauer. Durch repräsentative Erfassung der Krankheitshäufigkeit bei türkisch-stämmigen Bewohnern, Untersuchung der Barrieren und Ressourcen zur Nutzung der Versorgungseinrichtungen, Erarbeitung von Qualitätsstandards sowie eines Trainingsprogramms zur "interkulturellen Kompetenz" sollen die Behandlungsmöglichkeiten für seelisch kranke Migranten letztlich verbessert werden.
Partner des internationalen Forschungsprojektes sind die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin (Prof. Andreas Heinz), das Institut für Medizinische Psychologie des UKE Hamburg (PD Dr. Holger Schulz) sowie die Universitätsklinik für Psychiatrie Istanbul (PD Dr. Kaan Kora). Studienleitung:
Dip. Psych Mike Mösko Mail
Dip. Psych Ulrike Kluge Mail
Seelische Gesundheit von Migraten vernachlässigt – Integrationshindernis

Die Sicht der Zielgruppe

Ausführlicherer Text über das Projekt (.doc)
Kulturvergleiche zur seelischen Gesundheit
Vortrag von Professor Dr. Arthur Kleinman (Universität Harvard)
Näheres hier (PDF)
Infos und Kontakt NUR für Medienvertreter/innen:
MWM-Vermittlung
Pressestelle DGGG-Kongress 2008
Kirchweg 3 B, 14129 Berlin
Tel.: (030) 803 96-86; Fax: -87
> Mail

 






Bitte auch beachten: Projekt zur Suizidvermeidung bei türkischen Migrantinnen:
"Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben

Buchtipp: Heinz/Kluge: Einwanderung – Bedrohung oder Zukunft
– Mythen und Fakten zur Integration

Medienpreis zu Migration und Integration des BMBF für junge Journalisten
 
 
© xxmed.de, 2001